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Echtzeit-Bonitätsprüfung im E-Commerce: Risikominderung bei Zahlungen

Trotz Zahlungsausfällen, Liquiditätsengpässen und anderen Risiken, die durch Ihre Kunden verursacht werden können, müssen Sie nicht auf wichtiges Geschäft verzichten. Wir erklären Ihnen, wie Sie risikobehaftete Umsätze im E-Commerce mit aller gebotenen Vorsicht im Rahmen einer Echtzeit-Bonitätsprüfung dennoch ausschöpfen können.

Im E-Commerce steht die Erzielung möglichst hoher Umsätze im Vordergrund – so wie Grunde in jeder Branche. Dabei müssen Händler und Onlineshop-Betreiber viele Erfolgsfaktoren beachten. Neben einer einwandfrei funktionierenden Onlineshop-Infrastruktur und einem überzeugenden Kundenerlebnis, benötigen Sie auch die passenden Zahlungsarten, mit denen Ihre Kunden Ihre Dienstleistungen und Produkte kaufen. Die Herausforderung dabei: Die Risiken der unterschiedlichen Zahlungsarten im Auge und im Griff behalten.

 

Natürlich wird der größte Teil Ihrer Kunden positiv zu Ihrem Geschäftsergebnis beitragen. Solch ein positiver Trend kann sich jedoch schnell verändern. Sobald beim Käufer Ihrer Produkte oder Dienstleistungen ein Liquiditätsengpass auftritt, droht Zahlungsausfall.

 

Das ist nicht nur ein Problem für Ihren Kunden. Auch Sie haben mit Einnahmeeinbußen zu rechnen. Doch eine hundertprozentige Absicherung ist wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich – und würde ohnehin jegliche Form von Umsatz verhindern. Doch das muss nicht so sein.

Schöne neue digitale Welt?

Es könnte so einfach sein: Ein Kunde betritt ein Geschäft, wählt einige Artikel aus und bezahlt diese sofort mit Bargeld direkt vor Ort. Dieser Szene begegnen wir heutzutage jedoch immer seltener:

 

  • Geschäfte werden nur in wenigen Fällen betreten. Weitaus öfter surfen wir im World Wide Web und wickeln unsere wichtigsten Unternehmungen virtuell ab.
  • Eine persönliche Beratung findet nur systemgestützt und anonym statt. Daher ist es nahezu unmöglich, sich einen detaillierten, geschweige denn einen persönlichen, Eindruck vom jeweiligen Käufer zu machen.
  • Der sich anschließende Bezahlvorgang ist natürlich bargeldlos. Gerade dieser Vorgang erfordert auf beiden Seiten ein großes Maß an Vertrauen: “Liefert der Händler pünktlich? Geht er sensibel mit meinen Daten um?” “Bezahlt der Kunde wirklich, wenn ich die Ware versende?“

Von sicheren und unsicheren Zahlungsarten

In einem offenen Webshop ist jeder User, egal ob B2C- oder B2B-Kunde, in der Lage, die bis zu diesem Punkt genannten Schritte genauestens nach zu vollziehen. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß der Warenkorb ist. Doch viel interessanter ist die Frage: Wie geht es dann weiter? Ohne Adressdaten lautet die Antwort: gar nicht. Diese Daten werden benötigt, um die Rechnung auszustellen und das Lieferziel zu bestimmen.

 

Sobald diese Aspekte ermittelt und festgehalten wurden, erhält der Kunde eine Auswahl von Zahlungsarten. Je nach Präferenz und Gewohnheiten fühlt sich jeder User unterschiedlich angesprochen. Die Wahl kann auf eine der folgenden Zahlungsweisen, die in zwei Gruppe unterteilt werden können, fallen.

 

Zu den sicheren Zahlungsarten zählen:

 

  • Kreditkarte: Als Zahlungsart unkompliziert und aus Onlineshops kaum noch wegzudenken. Das Risiko für Kreditkartenbetrug gibt es aber auch hier.
  • PayPal: Eine Bezahlmethode, die immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Für gute ;Onlineshops unverzichtbar. Allerdings fallen Gebühren an.
  • Vorkasse: Für Onlineshop-Betreiber wohl eine der sichersten Zahlungsarten. Der Kunde muss jedoch bereit sein zu warten, da sich sein Versand verzögert.
  • Nachnahme: Eine Methode, die eigentlich nicht mehr sinnvoll ist, da die Warenübergabe häufig scheitert – auch wenn diese Möglichkeit eine hohe Sicherheit bietet.

 

Zu den unsicheren Zahlungsarten zählen:

 

  • Kauf auf Rechnung: Diese Zahlungsweise stellt einen hohen Kaufanreiz für Endkunden aus dem B2C- und Großkunden aus dem B2B-Bereich dar – gewissermaßen darf auf diese Zahlungsart nicht verzichtet werden. Dennoch bleibt ein äußerst hohes Risiko für Zahlungsausfällen bestehen.
  • SEPA-Lastschrift: Auch diese Zahlungsart ist extrem beliebt und ist damit auch sehr wichtig. Das Risiko von Rücklastschriften bleibt bestehen.

 

Auch diese Zahlungsarten sollten Händler oder Online-Shop-Betreiber implementieren. Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass diese teilweise hohen Risiken und Gefahren beinhalten. Bieten Sie diese Zahlungsarten nur mit Sinn, Verstand und einem gut aufgesetzten Risikomanagement an.

Bei Insolvenz droht Zahlungsausfall

Doch was passiert, wenn Ihr Kunde bereits zum Kaufzeitpunkt in Zahlungsschwierigkeiten steckt oder bereits insolvent ist? In diesem Fall wird er sich mit der Bezahlung Zeit lassen, falls er sie denn überhaupt noch leisten kann. Wenn sich solche Fälle häufen, ist das für den Händler selbstverständlich katastrophal – auch die eigene berufliche Existenz kann darunter leiden. (Siehe dazu auch: Zahlungsgarantie im E-Commerce)

 

Andererseits bedeutet jede vom Kunden gewünschte, aber vom Händler nicht angebotene Zahlungsart Kundenverlust – und damit schlussendlich auch Umsatzeinbußen. Eine nahe liegende Lösung wäre, die sogenannten unsicheren Zahlungsarten gar nicht zu akzeptieren. Bedenken Sie aber auch, dass nicht jeder Ihrer User ein PayPal-Konto oder eine Kreditkarte besitzt oder seine Kreditkartendaten im Internet preisgeben möchte.

 

Käufer lassen sich auf Vorkasse ebenso ungern ein, wie ein Verkäufer seine Ware ohne Zahlungsgarantie verschicken möchte. Doch hier sitzt der Kunde am längeren Hebel. Wird ihm nicht das geboten, was er erwartet oder braucht, wechselt er schnell zur Konkurrenz.

 

Die bevorzugte Zahlungsart im B2B- und B2C-Geschäft ist der Kauf auf Rechnung. Sie versenden Ihre Ware und hoffen auf einen durch Ihren Kunden getätigten (schnellen) Zahlungseingang.

 

Das ausgewogene Angebot verschiedener Zahlungsarten ist also maßgeblich für die Anzahl der Kaufabbrüche und die daraus resultierende Conversion Rate.

Welche Voraussetzungen müsste ein digitales Zahlungssystem erfüllen?

Sie benötigen also eine Möglichkeit, um von Ihnen ausgewählte Kunden die Zahlungsart “Kauf auf Rechnung” gezielt anzubieten. Doch wie lässt sich diese Entscheidung am besten treffen? Wie eingangs schon dargestellt: Es findet keine Gesichtskontrolle des Käufers statt, niemand beurteilt im Internet das Erscheinungsbild des Kunden.

 

Auch in solch einer Situation gilt: Der Eindruck kann täuschen. Neben Betrügern, die gerade aufgrund der Anonymität im Internet unterwegs sind, gibt es eine Vielzahl von Unternehmen, die (verschuldet oder unverschuldet) einen Liquiditätsengpass durchlaufen. Manche davon überstehen ihn nicht.

 

Also benötigen Sie schnelle und verlässliche Informationen über Ihren Kunden. Am besten eine faktenbasierte Berechnung der Wahrscheinlichkeit, die Ihnen aufzeigt, ob die von Ihnen ausgestellte Rechnung (ob niedrig, ob hoch) am Ende auch vom Kunden bezahlt wird. Diese Informationen benötigen Sie schnell und strukturiert, denn ein Online-Kauf sollte idealerweise schnell abgewickelt werden.

Dynamische Steuerung der Zahlungsarten mit CrefoPay: Risiko nur bei ausreichender Bonität

Solche individuellen Entscheidungen können Sie mithilfe einer dynamischen Zahlungsartensteuerung vornehmen. CrefoPay bietet nativ einen mehrstufigen Risikoprüfungsprozess. Der Kunde hinterlässt während der Kaufabwicklung seine Identität in Form seiner Rechnungs- und Lieferanschrift, bevor dieser sich überhaupt für eine Zahlungsmöglichkeit entscheidet. Die Identifizierung und Stammdatenerfassung kann im B2B-Segment mit Hilfe des Service „Smart Sign-up“ stark vereinfacht werden. Über eine Live-Suche auf der Creditreform Wirtschaftsdatenbank können Kunden Ihre eigenen Firmendaten auswählen und so Stammdaten direkt in Formularfelder übernehmen.

 

Währenddessen kann in den Datenbanken von Creditreform (für gewerbliche Kunden) und Boniversum (für private Käufer) nach Zahlungserfahrungen und Bonitätsinformationen gesucht werden.

 

Bonitätsinformationen liefern ein eindeutiges Entscheidungskriterium, ob ein Käufer als zuverlässig oder potenziell unsicher eingestuft wird. Im ersten Fall gestatten Sie ihm (zuverlässig und automatisch) den Kauf auf Rechnung oder per Lastschrift.

 

Bei schlechten Werten wie schlechter Zahlungsmentalität oder sogar bekannten Negativmerkmalen bis hin zur Insolvenz gehen Sie auf Nummer sicher und bieten nur die für Sie sicheren Zahlungsarten an: Ohne Bezahlung kein Versand.

 

Und das ist nur eine von mehreren Risikoprüfungen in CrefoPay. Erfahren Sie mehr über die drei Stufen der wirksamen Betrugsprävention: Bonitäts- und Identitätsprüfungen, KI-basierte Prüfung auf Auffälligkeiten und regelbasierte Betrugsprüfung.


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